Nachbarschaft

Nachbarschaft

Der Schwarz-Blau ist umgeben von traditionellen Institutionen und vielseitigen Freizeitmöglichkeiten. Wir geben in regelmäßig erscheinenden Beiträgen einen Einblick in das breite Angebot unserer direkten Umgebung, von dem unsere Mitglieder laufend profitieren.

Der Grüne Prater

Monumental-Plan der Haupt- und Residenzstadt Wien
Monumental-Plan der Haupt- und Residenzstadt Wien von Ladislaus Eugen Petrovits

Wer den SV Schwarz-Blau Richtung Norden verlässt, steht mitten im Grünen Prater, einem der größten Freizeit- und Erholungsgebiete der Wiener. Einst Auland der Donau, ist der Prater seit dem Jahr 1162 urkundlich nachgewiesen. In den folgenden Jahrhunderten ging es in den Besitz verschiedener Klöster, geistlicher Orden und Gemeinden über, ehe es Maximilian II. 1560 zu einem Jagdrevier der Habsburger machte. Erst 1766 öffnete Joseph II. den Prater allen Bewohnerinnen und Bewohnern Wiens als Erholungsgebiet.

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Pratergelände durch zahlreiche Bombentreffer sowie durch den Bau von Schützen- und Splittergräben stark zerstört, fast jeder Baum bekam Granat- oder Bombensplitter ab. Die verwüstete Praterlandschaft wurde deshalb nach dem Krieg durch das Stadtgartenamt wieder aufgeforstet.

Heute präsentiert sich der Prater als so genannte "harte Au" mit letzten mächtigen Pappelgruppen und dichtem Unterholz. Die Wiesen und Waldteile werden von den bis zu sieben Baumreihen der über vier Kilometer langen Prater Hauptallee (vom Praterstern zum Lusthaus) durchquert. Hier gehört die Kastanienblüte nach wie vor zu den größten Attraktionen des "grünen" Praters.

Ende des 20. Jahrhunderts wurden zahlreiche Investitionen in die Infrastruktur des Praters getätigt: Spielplätze, BMX- und Skatebahn, Beachvolleyballplätze, Loipen, Joggingpfade, der Stadtwanderweg Nr. 9, der Kompostplatz Freudenau und Hundezonen wurden angelegt. Die Jesuitenwiese wurde zum größten Spielplatz Wiens mit winterlicher Beschneiungsanlage umgebaut.

Ob zum lockeren Auslaufen nach einer Partie Tennis oder als erweiterte Liegewiese: damals wie heute ist der Grüne Prater einer der wesentlichen Standortvorteile des SV Schwarz-Blau!

 

Das Pratercottage

Villa Liechtenstein, Böcklinstraße 39 (Quelle: pratercottage.at)
Villa Liechtenstein, Böcklinstraße 39 (Quelle: pratercottage.at)

Der SV Schwarz-Blau liegt in einem der idyllischsten Teile Wiens, dem sogenannten Pratercottage. In diesem zwischen Hauptallee und Donaukanal gelegenen ehemaligen Augebiet entstanden im 19. Jahrhundert repräsentative Villen und teilweise bis heute bestehende Sportklubs.
Das Cottage wurde in Wien früher gern als Femininum und französisch – die Kottehsch – ausgesprochen und ist architektonisch vor allem durch die Häuser und Villen der Böcklinstraße sowie der Rustenschacherallee geprägt.
Ein um 1910 errichtetes Schulgebäude befindet sich an der Ecke Böcklinstraße und Josef-Gall-Gasse. Schräg gegenüber, im Haus Nummer 5 der Josef-Gall-Gasse , wohnte der Schüler Elias Canetti mit seiner Mutter und seinen beiden Brüdern.
An der Böcklinstraße befinden sich außerdem die denkmalgeschützten Bildhauerateliers der Akademie der bildenden Künste sowie direkt gegenüber die späthistoristischen Bauten von Friedrich Krombholz und Josef Schalberger.
Heimito von Doderer nahm in seinem 1963 erschienenen Roman Die Wasserfälle von Slunj auf das Pratercottage Bezug. Der Fabrikantensohn Robert Clayton soll in Wien ein 1877 geplantes neues Zweigwerk der englischen Maschinenfabrik Clayton & Powers leiten. Man siedelt sich im Pratercottage an: Die Villa der Claytons stand an der sogenannten »Prinzenallee«. Schräg gegenüber gab es auf der anderen Seite den "Bicycle-Club"
Ob es sich dabei um eine Referenz zum SV Schwarz-Blau handelt und was das Pratercottage noch alles zu bieten hat, erfährst Du nicht nur in der Literatur Doderers, sondern auch auf der Seite pratercottage.at