Die Physik spielt immer mit, Teil III

Trainerfortbildung von DI Heinz Waerder in Kooperation mit dem ÖTV

  • 9. November 2019 9:00- 16:00 Uhr
  • Wiener Athletiksport Club, Konferenzraum, Rustenschacheralle 9, 1020 Wien
  • Teilnahmegebühr: € 55, für ÖTV-Lizenzcoaches: € 45,-
  • Anmeldung: bis 02.11.2019 an waerder.heinz@gmail.com

Was spielt sich bei einem Tennisschlag zwischen Ball und Schläger physikalisch ab?
Kann man den Zusammenhang der dabei auftretenden Kräfte, Beschleunigungen, Geschwindigkeiten, kinetischen Energie und der dazu aufzubringenden Leistung durch Zahlen ausdrücken? Und welche Konsequenzen für die Praxis kann man daraus ableiten, die durch Zahlen untermauert sind?

In der deutschsprachigen Tennisliteratur bekommt man keine Antwort. Entweder man muss selbst rechnen oder ist auf die englischsprachige Literatur angewiesen. 2 Universitätsprofessoren aus Australien, Sidney und USA, Pennsylvania, Mitglied der Technischen Kommission der ITF, selbst ehemalige Turnierspieler, haben sich des Themas angenommen.

Es wird versucht, die komplexen Zusammenhänge und Ergebnisse der Berechnungen in leicht verständlicher Form näher zu bringen. Bei den bisherigen Präsentationen der Studie ,,Tennis, die Physik spielt immer mit‘‘ waren viele Teilnehmer immer sehr erstaunt über unerwartete und überraschende Ergebnisse.

Der Vortrag ist aber nicht nur für TennisinstruktorInnen, TennislehrerInnen und TennistrainerInnen interesssant, sondern auch für alle Meisterschafts- und Hobbyspieler, die sich dafür interessieren, was sich bei ihren Schlägen abspielt.

Die Themen dieses Vortrags III aus der Biomechanik des Tennisschlags sind u.a.:

  • Anteil der Winkelgeschwindigkeit von Hüfte und Rumpf an der Schlägerkopfgeschwindigkeit und richtiges Timing des Einsatzes aller beteiligten Segmente der Kinematikkette
  • Analyse des Vorhandschlags von Federer bezüglich Schlägerkopf- u Ballgeschwindigkeit, Nachvorkippen des Schlägers und Spin
  • Kein Einfluss der Saiten (ob dünn, dick oder 6-eckig) auf den Spin des abgehenden Balls
  • Warum es ist sicherer ist, den Ball genau zum Gegner zurückzuschlagen als weg von ihm
  • Warum ist der Court Speed eines Platzes groß ist bei niedrigen Einfallswinkeln und niedriger bei großen Einfallswinkeln
  • Wann rutscht der Ball während des gesamten Aufsprungs, wann bekommt er Grip und haftet kurzzeitig fest bei gleichzeitiger Umkehr der Richtung der Reibungskraft
  • Starke Auswirkung der Bespannungshärte auf Ballkontrolle und Abflugwinkel, jedoch kein Einfluss der Bespannungshärte auf Ballgeschwindigkeit